Brandschutz bei Fassadenbegrünung
- WildWall GmbH

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Was bei der Planung einer Gebäudebegrünung beachtet werden sollte
Fassadenbegrünungen sind längst mehr als ein gestalterisches Element. Als Bestandteil der Gebäudehülle treffen Pflanzen, Konstruktion, Substrat, Bewässerung und Gebäudetechnik unmittelbar aufeinander. Damit gewinnt auch der Brandschutz an Bedeutung.
Das aktuelle Brandschutzmerkblatt «Gebäudebegrünung» der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF zeigt, welche brandschutztechnischen Aspekte bei Fassaden und Dachbegrünungen berücksichtigt werden sollten.
Für uns bei WildWall beginnt Brandschutz deshalb bereits in der Planung einer Fassadenbegrünung.

Nicht jede Fassadenbegrünung ist gleich
Grundsätzlich wird zwischen bodengebundenen und wandgebundenen Fassadenbegrünungen unterschieden.
Bei bodengebundenen Systemen wachsen Kletterpflanzen vom Boden oder aus Pflanzgefässen entlang der Fassade. Bei wandgebundenen Fassadenbegrünungen befinden sich die Pflanzen direkt in Pflanzgefässen, Substratträgern oder modularen Systemen an der Gebäudehülle.
Gerade bei flächigen, wandgebundenen Systemen müssen Begrünung und Fassadenkonstruktion deshalb bereits frühzeitig aufeinander abgestimmt werden.
Gebäudehöhe, Umfang der Begrünung, Fassadenaufbau und die Art des Begrünungssystems beeinflussen dabei die brandschutztechnische Beurteilung.
Pflanzenzustand und Brandlast
Auch die Pflanzen selbst spielen eine wichtige Rolle.
Die Entzündbarkeit wird unter anderem durch den Trocknungsgrad, den Anteil holziger Pflanzenteile sowie bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe beeinflusst. Trockene oder abgestorbene Pflanzenbestandteile können das Brandrisiko einer Gebäudebegrünung erhöhen.
Doch nicht nur die Pflanzen sind relevant. Auch Substrat, Substratträger, Rank oder Unterkonstruktionen sowie Bestandteile des Bewässerungssystems können zur gesamten Brandlast beitragen.
Konstruktion und Materialwahl
Bei wandgebundenen Fassadenbegrünungen wird die Begrünung zu einem Teil des Fassadenaufbaus. Entsprechend wichtig sind die verwendeten Materialien und deren brandschutztechnische Eigenschaften.
Das VKF Merkblatt unterscheidet die Anforderungen unter anderem nach Gebäudehöhe und Ausführung der Fassadenbegrünung.
Bei Gebäuden mittlerer Höhe werden beispielsweise Anforderungen an Konstruktionen, Abstände und teilweise auch an die Brennbarkeit von Ranksystemen, Pflanzgefässen und Unterkonstruktionen gestellt. Bei flächigen oder modularen wandgebundenen Systemen sind zusätzlich die Anforderungen an Aussenwandbekleidungssysteme zu berücksichtigen.
Das zeigt, weshalb eine Fassadenbegrünung frühzeitig mit Architektur, Fassadenplanung und Brandschutz abgestimmt werden sollte.

Abstände und Fluchtwege mitdenken
Eine Fassadenbegrünung entwickelt sich über Jahre weiter. Deshalb muss bereits in der Planung berücksichtigt werden, wie sich die Vegetation später ausbreiten kann.
Fenster, Türen, Flucht und Rettungswege sowie technische Öffnungen müssen entsprechend berücksichtigt werden.
Auch Einrichtungen zur Rauch und Wärmeabführung sowie Abgasanlagen dürfen durch die Begrünung in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt werden. Das gilt sowohl bei der Planung als auch während des späteren Betriebs.
Brandschutz endet deshalb nicht mit der Fertigstellung der Fassade.
Pflege wird zum Bestandteil des Brandschutzkonzepts
Dieser Punkt ist für uns besonders wichtig.
Eine dauerhaft vitale Fassadenbegrünung benötigt eine zuverlässige Bewässerung und regelmässige Pflege.
Das VKF Merkblatt sieht deshalb bei entsprechenden Fassadenbegrünungen ein Pflege und Instandhaltungskonzept vor. Dieses umfasst unter anderem die ausreichende Wasserversorgung, die Vitalität der Pflanzen, den Rückschnitt abgestorbener Pflanzenteile sowie die dauerhafte Einhaltung notwendiger Abstände und Öffnungen.
Damit wird die fachgerechte Pflege zu einem wichtigen Bestandteil einer langfristig funktionierenden Gebäudebegrünung.
Für WildWall bedeutet das: Wir denken eine Fassadenbegrünung von der Planung über die technische Umsetzung bis zur späteren Pflege als Gesamtsystem.
Begrünung und Brandschutz gemeinsam planen
Eine professionell geplante Fassadenbegrünung verbindet Architektur, Pflanzen, Konstruktion und Technik.
Brandschutz sollte dabei frühzeitig berücksichtigt werden. Denn je früher Begrünung, Fassadenaufbau und brandschutztechnische Anforderungen aufeinander abgestimmt werden, desto gezielter lässt sich eine passende Lösung entwickeln.
Jedes Gebäude und jede Begrünung bringt dabei unterschiedliche Voraussetzungen mit sich. Die konkrete brandschutztechnische Beurteilung erfolgt deshalb immer projektspezifisch und in Abstimmung mit den zuständigen Fachpersonen und Behörden.
Du planst eine Fassadenbegrünung? Wir begleiten Dich gerne von der ersten Idee bis zur langfristigen Pflege.
Quelle und fachliche Grundlage: VKF Brandschutzmerkblatt «Gebäudebegrünung», Ausgabe 01.01.2024.


